Washing Rituals

Eine performative Untersuchung von Care-Arbeit, Stoff-/Körperlichkeit und kollektiver Handlungsmacht im öffentlichen Raum

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Washing Rituals ist ein interdisziplinäres Performanceprojekt von Winnie Luzie Burz und Katarina Strasser. Ausgangspunkt ist die historische Figur der Waschfrau als Form weiblich konnotierter und gesellschaftlich marginalisierter Sorgearbeit. Das Projekt greift die körperliche Praxis des Waschens auf und untersucht, wie sich in gemeinschaftlicher Arbeit soziale Beziehungen, Rhythmen und Formen kollektiver Handlungsmacht herausbilden.

Im Zentrum des Residenzprojekts steht die Entwicklung eines großformatigen Textils, das als symbolische Bild- und Projektionsfläche weiblicher Arbeit fungiert. Wir experimentieren mit abstrakten Formen, Ornamentik und Symbolen. Der Stoff dient uns als künstlerisches Archiv und Medium für eine alternative Geschichtsschreibung.

Die abschließende Performance an der Dreisam verlegt diese Fragen in den öffentlichen Raum. Der Fluss erscheint dabei nicht als Kulisse, sondern als ehemaliger Arbeitsort, der temporär zurückerobert wird. Das Publikum beteiligt sich am Waschprozess und wird Teil einer kollektiven Handlung, in der Care-Arbeit nicht dargestellt, sondern gemeinsam vollzogen wird.


Begleitend zur Residenz wird ein Chor aus Personen mit eigener Care-Verantwortung aus der Taufe gehoben. Historische Arbeiterinnenlieder treffen auf freie Vokalimprovisation und körperliche Arbeitsrhythmen. Parallel entsteht eine experimentelle Videoarbeit, die Motive wie Wasser, Stoff und Stimme aufgreift und die Performance in eine installative Form überführt.

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Gefördert vom Fonds Darstellende Künste und dem E-Werk Freiburg im Rahmen der Residenzförderung.