Reborn
Zärtlich gezähmte Instinkte, designte Intensität, Nähe als Content, Banalität als ergreifende Kunstform.
Hier geht es nicht um Babies, die sind doch nur Mittel zum Zweck. Die sind mir bloß in den Feed gerutscht, über die bin ich überhaupt erst drauf gekommen, auf die omnipräsente Ästhetisierung des Alltäglichen.
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Ausgehend von Rebornpuppen – hyperrealistischen Säuglingsnachbildungen, die von Frauen online bespielt werden – performt Winnie Luzie Burz ein Hybrid aus Figurentheater, Reenactment und LiveStream,auf analoger und digitaler Bühne.
Spiel, Ausstattung, Konzeption: Winnie Luzie Burz
Sound: Johannes Treß
Support: Laura Oppenhäuser
Premiere: 27.11.25 Südufer Freiburg
Gefördert vom Kulturamt der Stadt Freiburg, dem Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. (LaFT) und dem FITZ Stuttgart – Das Theater animierter Formen.
Aktuelle Kritik des Fidena-Online-Portals:
„Während sie sich vor laufender Handykamera und real anwesenden Zuschauer*innen einen Make-up Look schminkt, lotet sie nicht nur Schichten des Make-ups aus, sondern befragt Ebenen der (Gleich-)Zeitlichkeit. In einem rasend schnellen Monolog dient die Make-up Grundierung als Bezugsrahmen, um über temporale Erfahrungen in einer komplex verdichteten Sprache nachzudenken. Ihr Chat-Reel-Sprech wird zum ausgeklügelten Diskurs über Alltäglichkeiten, Ästhetiken und Algorithmen. Belanglose Aussagen zu Glitzer und Schimmer überlappen sich mit bedeutungsschwangeren Statements. Burz übernimmt Haltungen und Ästhetisierungen eines digitalen Alltags, die keinen linearen Argumentationsketten folgen, sondern Erfahrungen von Zeit performen und befragen. Das ist alles voller Witz, doch stets ohne Hohn. So entsteht im Kontext von digitaler Technologie fantastische Kunst.„
(Jutta Kraus, Freiburg)
Reborn Trailer














